Wer Strom liefert und wer ihn transportiert, sind in Deutschland zwei verschiedene Rollen. Der Stromlieferant ist frei wählbar, der Netzbetreiber dagegen steht fest: Er ist für ein geografisches Netzgebiet zuständig und kann nicht gewechselt werden.
Aufgaben des Verteilnetzbetreibers
Der örtliche Verteilnetzbetreiber (VNB) kümmert sich um die physische Stromversorgung im Gebiet:
- Betrieb und Instandhaltung der Leitungen und Hausanschlüsse,
- Einbau, Betrieb und Ablesung der Zähler (sofern kein eigener Messstellenbetreiber beauftragt ist),
- Sicherstellung von Netzstabilität und Versorgungssicherheit.
Für diese Leistung erhebt er das regulierte Netzentgelt, das jeder Lieferant in seine Preise einrechnet.
Abgrenzung zum Lieferanten
Auch wer den günstigsten Ökostromanbieter wählt, bezieht den Strom physisch über denselben Netzbetreiber wie alle Nachbarn. Bei Störungen oder Stromausfall ist daher der Netzbetreiber zuständig, nicht der Lieferant. Übergeordnet sorgen die vier Übertragungsnetzbetreiber für den überregionalen Transport im Höchstspannungs- netz.