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Aufgeschlagenes Buch mit warm leuchtender Glühbirne auf einem Schreibtisch, Sinnbild für verständlich erklärte Strombegriffe.

Stromlexikon

Netzentgelt

Netzentgelt einfach erklärt: Definition, Einordnung und was du wissen musst.

Auch: Netznutzungsentgelt

Definition

Das Netzentgelt ist das Entgelt für die Nutzung des Stromnetzes, das der Netzbetreiber für Transport und Verteilung des Stroms erhebt. Es ist von der Bundesnetzagentur reguliert, regional unterschiedlich hoch und als Durchleitungskosten fester Bestandteil des Strompreises.

Der Strom muss vom Erzeuger bis in die Wohnung transportiert werden – über Hochspannungsleitungen, Umspannwerke und das örtliche Verteilnetz. Für diese Nutzung der Infrastruktur zahlen alle Stromkunden ein Entgelt, das der Lieferant einzieht und an den Netzbetreiber weiterreicht.

Regulierung durch die Bundesnetzagentur

Da das Stromnetz ein natürliches Monopol ist, dürfen Netzbetreiber die Entgelte nicht frei festlegen. Die Bundesnetzagentur genehmigt und überwacht die Höhe im Rahmen der Anreizregulierung. Ziel ist, dass die Entgelte nur die anerkannten Kosten eines effizienten Netzbetriebs decken.

Regionale Unterschiede

Netzentgelte unterscheiden sich von Netzgebiet zu Netzgebiet teils deutlich. Gründe sind unterschiedliche Netzlängen, Kundendichte und Investitionsbedarf – ländliche Regionen und Gebiete mit viel Erneuerbaren-Ausbau tragen oft höhere Kosten.

Im Strompreis erscheint das Netzentgelt nicht separat, sondern verteilt sich auf den Arbeits- und den Grundpreis. Es macht zusammen mit Steuern und Abgaben einen erheblichen Teil des Endpreises aus, den der Lieferant selbst nicht beeinflussen kann.

Verwandte Begriffe: Netzbetreiber Arbeitspreis Grundpreis Mehr erfahren →

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