Der Bilanzkreis ist ein zentrales Ordnungsinstrument des Strommarkts. Strom kann nicht in großem Maßstab gespeichert werden, deshalb muss zu jedem Zeitpunkt genau so viel erzeugt wie verbraucht werden. Bilanzkreise bilden diese Mengenströme buchhalterisch ab.
Der Bilanzkreisverantwortliche
Jeder Bilanzkreis hat einen Bilanzkreisverantwortlichen (BKV), der gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber für den Ausgleich von Einspeisung und Entnahme einsteht. Er erstellt Fahrpläne und beschafft Strom so, dass sein Konto ausgeglichen ist.
Ausgleichsenergie und Bilanzkreismanagement
Weicht der tatsächliche Verbrauch vom Fahrplan ab, gleicht der Übertragungsnetzbetreiber dies mit Regelenergie aus – und stellt dem Bilanzkreisverantwortlichen die Differenz als Ausgleichsenergie in Rechnung.
Dieses Zusammenspiel aus Prognose, Beschaffung und Abrechnung heißt Bilanzkreismanagement. Für Endkunden ist der Bilanzkreis unsichtbar, bildet aber die Grundlage dafür, dass jeder Lieferant seine Kunden zuverlässig versorgen kann.