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Aufgeschlagenes Buch mit warm leuchtender Glühbirne auf einem Schreibtisch, Sinnbild für verständlich erklärte Strombegriffe.

Stromlexikon

Bilanzkreis

Bilanzkreis einfach erklärt: Definition, Einordnung und was du wissen musst.

Auch: Bilanzierungskreis

Definition

Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Energiemengenkonto im Stromgroßhandel, in dem geplante Einspeisungen und Entnahmen einer Regelzone zusammengefasst werden. Der Bilanzkreisverantwortliche muss dafür sorgen, dass sich Einspeisung und Entnahme zu jeder Viertelstunde ausgleichen.

Der Bilanzkreis ist ein zentrales Ordnungsinstrument des Strommarkts. Strom kann nicht in großem Maßstab gespeichert werden, deshalb muss zu jedem Zeitpunkt genau so viel erzeugt wie verbraucht werden. Bilanzkreise bilden diese Mengenströme buchhalterisch ab.

Der Bilanzkreisverantwortliche

Jeder Bilanzkreis hat einen Bilanzkreisverantwortlichen (BKV), der gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber für den Ausgleich von Einspeisung und Entnahme einsteht. Er erstellt Fahrpläne und beschafft Strom so, dass sein Konto ausgeglichen ist.

Ausgleichsenergie und Bilanzkreismanagement

Weicht der tatsächliche Verbrauch vom Fahrplan ab, gleicht der Übertragungsnetzbetreiber dies mit Regelenergie aus – und stellt dem Bilanzkreisverantwortlichen die Differenz als Ausgleichsenergie in Rechnung.

Dieses Zusammenspiel aus Prognose, Beschaffung und Abrechnung heißt Bilanzkreismanagement. Für Endkunden ist der Bilanzkreis unsichtbar, bildet aber die Grundlage dafür, dass jeder Lieferant seine Kunden zuverlässig versorgen kann.

Verwandte Begriffe: Lastprofil Dynamischer Stromtarif

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