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Aufgeschlagenes Buch mit warm leuchtender Glühbirne auf einem Schreibtisch, Sinnbild für verständlich erklärte Strombegriffe.

Stromlexikon

Dynamischer Stromtarif

Dynamischer Stromtarif einfach erklärt: Definition, Einordnung und was du wissen musst.

Auch: Börsenstromtarif

Definition

Ein dynamischer Stromtarif koppelt den Arbeitspreis an den stündlich schwankenden Börsenstrompreis (EPEX Spot Day-Ahead) statt an einen festen Preis pro Kilowattstunde. Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle Stromlieferanten nach § 41a EnWG einen solchen Tarif anbieten; Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem.

Bei einem dynamischen Tarif zahlst du für jede Stunde den Preis, der sich am Vortag an der Strombörse gebildet hat. In windreichen oder sonnigen Stunden kann der Strom sehr günstig oder sogar negativ bepreist sein, in Spitzenlastzeiten am Abend deutlich teurer.

Voraussetzung: intelligentes Messsystem

Damit der Verbrauch stundengenau abgerechnet werden kann, braucht es ein intelligentes Messsystem (Smart Meter). Ein klassischer Ferraris- oder reiner Digitalzähler reicht nicht aus.

Chancen und Risiken

Dynamische Tarife belohnen Flexibilität – und bestrafen starren Verbrauch zur Spitzenzeit.

Wer Wärmepumpe, Wallbox oder Speicher in günstige Stunden steuern kann, spart spürbar. Ohne Steuerbarkeit oder Verlagerungsmöglichkeit trägt man dagegen das volle Preisrisiko. Seit dem 1. Januar 2025 ist das Angebot eines dynamischen Tarifs für Lieferanten verpflichtend (§ 41a EnWG), die Nutzung bleibt freiwillig.

Verwandte Begriffe: Smart Meter Börsenstrompreis Arbeitspreis Jahresverbrauch Mehr erfahren →

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