Bei einem dynamischen Tarif zahlst du für jede Stunde den Preis, der sich am Vortag an der Strombörse gebildet hat. In windreichen oder sonnigen Stunden kann der Strom sehr günstig oder sogar negativ bepreist sein, in Spitzenlastzeiten am Abend deutlich teurer.
Voraussetzung: intelligentes Messsystem
Damit der Verbrauch stundengenau abgerechnet werden kann, braucht es ein intelligentes Messsystem (Smart Meter). Ein klassischer Ferraris- oder reiner Digitalzähler reicht nicht aus.
Chancen und Risiken
Dynamische Tarife belohnen Flexibilität – und bestrafen starren Verbrauch zur Spitzenzeit.
Wer Wärmepumpe, Wallbox oder Speicher in günstige Stunden steuern kann, spart spürbar. Ohne Steuerbarkeit oder Verlagerungsmöglichkeit trägt man dagegen das volle Preisrisiko. Seit dem 1. Januar 2025 ist das Angebot eines dynamischen Tarifs für Lieferanten verpflichtend (§ 41a EnWG), die Nutzung bleibt freiwillig.