Strom wird nicht im Voraus für ein ganzes Jahr bezahlt und auch nicht erst nach dem Verbrauch in voller Höhe. Stattdessen schätzt der Anbieter den Jahresverbrauch und teilt die erwarteten Kosten in gleich große Teilzahlungen auf – die Abschläge.
Wie der Abschlag berechnet wird
Grundlage ist der prognostizierte Jahresverbrauch in Kilowattstunden, multipliziert mit dem Arbeitspreis und zuzüglich des Grundpreises. Die Summe wird durch die Zahl der Abschlagstermine geteilt:
Monatsabschlag ≈ (Arbeitspreis × Jahresverbrauch + Grundpreis) ÷ 12
Bei Neukunden ohne Verbrauchshistorie wird mit Erfahrungswerten oder dem Standardlastprofil geschätzt.
Nachzahlung oder Guthaben
Nach Ablauf des Abrechnungszeitraums liest der Netzbetreiber den Zähler ab. Der tatsächliche Verbrauch wird mit den geleisteten Abschlägen verrechnet:
- War der Verbrauch höher als geschätzt, folgt eine Nachzahlung.
- War er niedriger, gibt es ein Guthaben.
Wer dauerhaft hohe Nachzahlungen oder Guthaben hat, kann den Abschlag anpassen lassen. Bei deutlich gesunkenem Verbrauch besteht ein Anspruch auf Senkung.