LED hat die alten Leuchtmittel abgelöst
Beleuchtung ist selten der größte Posten auf der Stromrechnung, aber einer der einfachsten, an dem man etwas ändern kann. Der entscheidende Schritt ist der Umstieg von Glüh- und Halogenlampen auf LED. Alte Glühlampen verwandeln den Großteil der Energie in Wärme statt in Licht, die LED-Technik kommt für dieselbe Helligkeit mit einem Bruchteil aus und hält dabei meist viele Jahre. Glüh- und viele Halogenlampen sind in der EU ohnehin nicht mehr im Handel; der Tausch ist also Standard und keine Spezialmaßnahme mehr.
Wer noch alte Leuchtmittel im Einsatz hat, etwa in selten genutzten Lampen, Kellern oder im Außenbereich, kann sie nach und nach ersetzen. Besonders dort, wo Licht lange brennt, macht sich der Umstieg am ehesten bemerkbar.
Lumen statt Watt: so liest du die Verpackung
Bei Glühlampen hat man die Helligkeit nach Watt gekauft, 60 Watt, 100 Watt. Bei LED funktioniert das nicht mehr, denn dieselbe Helligkeit erreicht eine LED mit viel weniger Watt. Maßgeblich ist die Helligkeit in Lumen. Die Watt-Angabe sagt bei LED nur, wie viel Strom die Lampe zieht.
| Angabe | Bedeutung | Worauf achten |
|---|---|---|
| Lumen (lm) | Helligkeit | Je höher, desto heller |
| Watt (W) | Stromverbrauch | Je niedriger bei gleicher Helligkeit, desto sparsamer |
| Kelvin (K) | Lichtfarbe | Warmweiß vs. tageslichtweiß |
| Lebensdauer | Haltbarkeit | In Stunden oder Jahren angegeben |
Die meisten Verpackungen geben zusätzlich an, welcher früheren Glühlampen-Wattzahl der Lumen-Wert entspricht. Das erleichtert den Umstieg, ohne dass du umrechnen musst.
Lichtfarbe und Steuerung
Die Lichtfarbe in Kelvin verändert nicht den Verbrauch, aber die Wirkung: Warmweißes Licht wirkt gemütlich und passt in Wohn- und Schlafräume, neutralweißes bis tageslichtweißes Licht eignet sich für Küche, Bad und Arbeitsplätze. Sinnvoll gewähltes Licht sorgt dafür, dass du nicht zusätzliche Lampen einschaltest, weil eine Quelle nicht passt.
Beim Verbrauch helfen vor allem zwei Dinge:
- Bewegungsmelder und Dämmerungssensoren schalten Licht nur ein, wenn es gebraucht wird, ideal für Flure, Treppenhäuser und den Außenbereich.
- Dimmen reduziert die Leistung. Achte darauf, ausdrücklich dimmbare LEDs zu kaufen, da nicht alle Modelle dafür geeignet sind.
Verbrauch einschätzen
Wie stark Beleuchtung ins Gewicht fällt, hängt von der Brenndauer ab. Eine grobe Orientierung: Leistung der Leuchte in Kilowatt mal Brennstunden im Jahr ergibt den Verbrauch in Kilowattstunden. Beim Tausch zählt vor allem die Differenz zwischen altem und neuem Leuchtmittel bei gleicher Helligkeit. Über viele Leuchten und das ganze Jahr summiert sich das im Jahresverbrauch.
Altlampen richtig entsorgen
LEDs und Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll. Sie enthalten Elektronik, Energiesparlampen zusätzlich Quecksilber. Gib Altlampen bei Wertstoffhöfen, Sammelstellen oder im Handel ab, viele Geschäfte nehmen sie kostenlos zurück. So landen wertvolle Stoffe im Recycling und Schadstoffe nicht in der Umwelt.
Beleuchtung ist nur ein Baustein
Der Umstieg auf LED ist ein einfacher, dauerhafter Spar-Hebel, aber selten der größte. Mehr holst du bei den großen Verbrauchern heraus, wie der Ratgeber Strom sparen im Haushalt und der Beitrag zur energiesparenden Einrichtung zeigen. Und unabhängig vom Verbrauch lohnt der Blick auf den Tarif: Wer in der Grundversorgung feststeckt, zahlt oft zu viel. Mit deiner Postleitzahl und dem Jahresverbrauch kannst du jederzeit die Stromtarife vergleichen.