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Aufgeschlagenes Buch mit warm leuchtender Glühbirne auf einem Schreibtisch, Sinnbild für verständlich erklärte Strombegriffe.

Stromlexikon

Herkunftsnachweis

Herkunftsnachweis einfach erklärt: Definition, Einordnung und was du wissen musst.

Auch: HKN, Guarantee of Origin

Definition

Ein Herkunftsnachweis (HKN) ist ein elektronisches Zertifikat, das belegt, dass eine Megawattstunde Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde. Er wird im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes geführt und kann getrennt vom physischen Strom gehandelt werden.

Der Herkunftsnachweis ist das zentrale Instrument, mit dem Stromanbieter den grünen Charakter ihrer Tarife belegen. Pro erzeugter Megawattstunde aus erneuerbaren Quellen stellt das Umweltbundesamt genau einen HKN aus.

Erzeugung, Handel und Entwertung

Ein HKN durchläuft drei Stationen:

Damit kein Doppelverkauf entsteht, kann jeder Nachweis nur einmal entwertet werden.

Getrennt vom physischen Strom

Der Herkunftsnachweis und die physische Stromlieferung sind handelstechnisch entkoppelt.

Ein Anbieter kann konventionell erzeugten Strom liefern und ihn über zugekaufte, entwertete Herkunftsnachweise bilanziell als Ökostrom ausweisen. Dieser Mechanismus macht Ökostromtarife möglich, ist aber auch der Grund, warum die reine Existenz von Herkunftsnachweisen noch keinen Anlagenneubau garantiert.

Verwandte Begriffe: Ökostrom Einspeisevergütung Mehr erfahren →

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